Sicherheit
Sanitätsdienst und Notfallwege planen
Die Planung von Sanitaetsdienst und Notfallwegen beim Fussballturnier ist ein zentraler Bestandteil der Veranstaltungssicherheit, um bei Verletzungen sofort professionelle Hilfe zu gewaehrleisten. Sie muessen als Ausrichter sicherstellen, dass qualifiziertes medizinisches Personal vor Ort ist und die Zufahrten fuer Rettungsfahrzeuge permanent frei bleiben. Gemaess den Vorgaben der DFB Satzung und Ordnungen sowie spezieller Hinweise im Kinderfussball ist auf die besonderen Beduirfnisse juengerer Spieler Ruecksicht zu nehmen. Eine durchdachte Erste-Hilfe-Struktur verhindert, dass wertvolle Minuten bei Unfaellen verloren gehen. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie den Sanitaetsdienst von der Anmeldung bis zur Bereitstellung der Notfallwege systematisch vorbereiten.
Einbindung professioneller Hilfsorganisationen
Fuer groessere Turniere ist die Fruehzeitige Beauftragung einer offiziellen Hilfsorganisation wie dem Deutschen Roten Kreuz oder aehnlichen Traegern unerlässlich. Der Sanitaetsdienst uebernimmt die primaere Versorgung von Spielern und Zuschauern bei Verletzungen. Die Absprache ueber die Anzahl der Sanitaeter richtet sich nach der Groesse des Turniers und den Vorgaben des Landesverbandes. Der Verein stellt sicher, dass die Einsatzkraefte einen zentralen, leicht erreichbaren Standort auf dem Gelaende erhalten, der entsprechend beschildert ist.
Freihaltung saemtlicher Notfallwege
Notfallwege dienen dem Rettungswagen oder Notarzt zur schnellen Zufahrt direkt an den Spielort. Gemaess den Bestimmungen der DFB Satzung und Ordnungen duerfen diese Wege niemals durch Zuschaueransammlungen, Baudenkaemmer oder Verkaufsstaende blockiert werden. Ordner muessen im Ernstfall in der Lage sein, diese Achsen sofort freizumachen. Die genaue Routenfuehrung vom Tor der Sportanlage bis zum Spielfeld sollte vorab mit den lokalen Rettungskraeften besprochen werden, damit ortskundige Anweisungen vorliegen.
Besonderheiten im Kinderfussball
Im Bereich des Kinderfussballs gemaess den Richtlinien zum Kinderfussball gelten oft angepasste Turnierformen mit vielen gleichzeitig laufenden Spielfeldern. Dies erfordert eine dezentrale Herangehensweise an die Erste Hilfe, da Verletzungen an unterschiedlichen Punkten des Gelaendes gleichzeitig auftreten koennen. Neben dem zentralen Sanitaetspunkt sollten daher auch auf den einzelnen Spielfeldern vollstaendige Erste-Hilfe-Koffer bereitstehen. Betreuer und Trainer muessen wissen, wo sich der naechste Sanitaeter befindet und wie der Notruf abzusetzen ist.
Kommunikationswege im Notfall sicherstellen
Eine funktionierende Kommunikation zwischen Turnierleitung, Ordnern und Sanitaetsdienst ist bei einem Notfall lebenswichtig. Mobiltelefone muessen gelaengedeckend Empfang haben und die Akkus voll sein. Funkgeraete sind eine sinnvolle Ergaenzung, um Wartezeiten bei der Weitergabe von Informationen zu verringern. Die Notrufnummern von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst muessen gut sichtbar an der Turnierleitung aushaengen, damit Helfer im Schockzustand keine wertvolle Zeit durch Suchen verlieren.
Dokumentation und Nachbereitung von Vorfaellen
Jeder groessere medizinische Vorfall waehrend des Turniers muss im Sanitaetsbuch dokumentiert werden. Dies dient der rechtlichen Absicherung des Vereins und hilft bei der Auswertung nach dem Turnier. Der Vorstand prueft nach Veranstaltungsende, ob der Sanitaetsdienst ausreichend dimensioniert war und ob saemtliche Notfallwege ueber die gesamte Dauer frei geblieben sind. Feedback der Sanitaeter fließt direkt in die Planung zukuenftiger Turniere ein.
Häufige Fragen
Ist ein Sanitaetsdienst bei jedem Turnier Pflicht?
Die Pflicht ergibt sich aus den Vorgaben des zustaendigen Landesverbandes und der Grossenordnung des Turniers; im Zweifel ist professionelle Hilfe immer hinzuziehen.
Wie werden Rettungswege auf dem Platz markiert?
Rettungswege muessen durch Schilder und Absperrungen gekennzeichnet sein und duerfen keinesfalls verstellt werden.
Was tun bei Verletzungen im Kinderfussball?
Es muss ein Erste-Hilfe-Koffer griffbereit sein und bei Bedarf der Sanitaetsdienst oder direkt der Rettungsdienst alarmiert werden.
Quellen und Vertiefung
Quellen zuletzt geprüft am 20. September 2026. Externe Inhalte können sich ändern.